Narben

Wird nur die oberste Hautschicht (Epidermis) verletzt, verheilt die Wunde meistens narbenfrei. Bei tiefer gehenden Wunden wird Narbengewebe gebildet, das sich optisch und funktionell vom ursprünglichen Gewebe unterscheidet. So fehlen beispielweise Talg-, Haar- und Schweißdrüsen. Die Hautfarbe ist meist heller oder dunkler, abhängig davon, ob weniger oder mehr Melanin gebildet wird. Das Gewebe ist auch weniger elastisch und unempfindlicher als intakte Haut.

Als besonders störend empfunden werden oft folgende Narbentypen:

  • hypertrophe Narben: wulstartig, erhaben, auf die Wunde beschränkt
  • Keloide: über die eigentliche Verletzung hinauswachsende Wucherungen
  • atrophe Narben: unter Hautniveau eingesunken, da bei der Heilung zu wenig Bindegewebe gebildet wurde (zB gut erkennbar bei den typisch eingesunkenen Aknenarben)
  • Narbenkontrakturen: zusammengezogenes, verhärtetes Narbengewebe mit eingeschränkter Beweglichkeit

Das neue Gewebe benötigt ein bis zwei Jahren bis es „ausgereift“ ist. In dieser Zeit sollte daher Wert auf entsprechende Narbenpflege und Schutz (keine direkte Sonne und LSF!) gelegt werden. Erst danach ist es sinnvoll, mit einer Behandlung zu beginnen.